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Referenzen
Mischlingshund Sandy von Ingrid Widmaier
Es war im April 2000 als wir uns nach fast 16 gemeinsamen
Jahren von unserem Mischlingsrüden Billy verabschieden mussten.
Für uns war bereits nach wenigen Tagen klar, dass es ein
Leben ohne Hund für uns nicht mehr gab - und auch klar war,
dass es ein Tier aus dem Tierheim sein sollte.
Bereits einen Tag nach unserer Rückkehr aus dem Urlaub wurden
wir im Tierheim Ludwigsburg auch fündig und bekamen eine ca.
1 Jahre alte Mischlingshündin zunächst zur Pflege. Sandy,
so tauften wir unseren Familienzuwachs, war als Streuner in Cortona
in der Toskana aufgegriffen worden und über die Tierhilfe
Aurora in das Tierheim gelangt.
Schon bald konnten wir feststellen, dass
Sandy ihr neues Leben mit uns recht gut gefiel, allerdings war
sie sehr scheu, hatte
wenig Selbstvertrauen und auch wenig Vertrauen zu den Zweibeinern.
Bei einer Streunervergangenheit sicher nicht verwunderlich. Trotzdem
musste natürlich auch die Erziehung beginnen. 16-jährige
Erfahrung brachten wir mit und so sahen wir zunächst auch
kein Problem.
Aber alle Bemühungen scheiterten
- wir fanden keinen Zugang zu unserer Sandy wenn es darum ging,
Kommandos zu vermitteln.
Klar kam sie auf Ruf herangefegt und holte sich ihr Leckerli -
aber kaum hatte sie es in der Schnauze, war sie auch schon wieder
weg. Bei Kommandos wie Sitz, Platz und Fuß schaute sie einen
nur treuherzig an und verschwand in den Getreidefeldern - diese
hatten ihr Interesse geweckt - wir mit unseren Kommandos wohl nicht.
Bald unterhielt man sich mit anderen Hundebesitzern
und kam auf die Hundeschule Kästl zu sprechen. Und wir erinnerten
uns... das war doch der gewesen, der uns vor ein paar Wochen
schon auf
die Rasse unser Sandy angesprochen hatte. Unsere Recherchen haben
zwischenzeitig ergeben, dass im Bezug auf die Abstammung und Rassebestimmung bereits sein
fachmännischer erster Blick richtig war.
Nun, wir vereinbarten einen Termin mit Herrn
Kästl und begannen
einen Grundkurs. Wir mussten trotz langjähriger Erfahrung
ganz von vorne beginnen und hatten bei jeder Übungsstunde
unser Aha-Erlebnis. Ob es nun die Art- und Weise war, wie der Hund
auf seinen Führer fixiert wird, wie man die Kommandos gibt
- ja selbst wie man die Leine beim Training richtig hält.
Alles wurde logisch und nachvollziehbar erklärt, vorgemacht
und dann trainiert. Toll, dass das ganze ohne Geschrei und Aufgeregtheit
abläuft, ja man lernt, dass der Hund, der ja viel besser hört
als wir Menschen, auch auf geflüsterte Kommandos reagiert.
Der Grundkurs endete nach 12 Stunden und natürlich nahmen
wir das Angebot der Hundeschule Kästl an, in der Gruppe weiter
zu üben, denn erstens vertieft auch beim Hund die stetige
Wiederholung das Können und zweitens macht die Arbeit in der
Gruppe allen Beteiligten einen Riesenspass. Und vielleicht kann die Hundeschule Kästl ja
bald auch ein weitergehendes Training im Bereich Agility anbieten...
da wären Sandy und wir sofort dabei.
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